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HTF. Das Harry Thürk Forum.

 

Presseschau

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Presseecho zum 10. Todestag Harry Thürks

Am 24. November 2015 jährte sich der Todestag Harry Thürks zum zehnten Mal. Aus diesem Anlass veröffentlichte die junge Welt unter dem Titel "Prosa mit Haltung" einen ausführlichen Bericht über Leben und Werk des Schriftstellers aus der Feder des Literaturwissenschaftlers Kai Köhler. Kurz darauf folgte in der selben Zeitung ein Leserbrief eines Verlegers von Harry Thürk, dem Gründer des Spotless-Verlags Klaus Huhn. Für die Zeitschrift TabulaRasa verfasste Jörg Bernhard Bilke einen kurzen Online-Artikel unter dem Titel "Von Oberschlesien nach Weimar - Harry Thürk zum zehnten Todestag", und auch Thürks Verleger und Freund Ulrich Völkel (Mitherausgeber des Harry-Thürk-Lesebuchs) meldete sich zu Wort: Mit Blick auf den neu aufgelegten Roman über den Völkermord in Kambodscha (s.u.) schrieb er:

ein Blick in die Tageszeitung oder die Nachrichten der verschiedensten Fernsehanstalten lässt uns ahnen, wie „aktuell“ Thürks Roman auch heute noch ist, wenngleich die Orte der Handlung gewechselt haben. In vielen Ländern der Erde herrschen üble Diktatoren, die ihre Völker knechten und peinigen. „Der schwarze Monsun“ erzählt vom tapferen Kampf des Kochs Hang Son und seiner Freundin Chanta, spannend bis zum Schluss, aufrüttelnd und bei aller Tragik Mut machend zum Widerstand gegen jede Form staatlichen Terrors.

Roman über den Völkermord in Kambodscha neu aufgelegt

Zum neuen Jahr bringt der Mitteldeutsche Verlag Harry Thürks Roman "Der schwarze Monsun" genau dreißig Jahre nach dessen erstmaligem Erscheinen erneut in den Handel.
Es geht, wie Werner Neubert 1987 in einer Rezension zusammenfasste, "um ein Ereignis, dessen furchtbares Ausmaß sich der Welt erst mitteilte, wie etwa ein Vorhang erst allmählich die Szene freigibt: Ein vier bis fünf Jahre währender Völkermord mit Austilgung buchstäblich aller Kultur und Zivilisation einschließlich dessen, was heute elementare Infrastruktur des sozialen Daseins genannt wird, begangen durch eine ebenso kriminell wie wahnsinnig zu nennende Clique, die ihre Entsprechung nur im Faschismus Hitlerscher Prägung findet. Gemeint ist jenes Regime, das von seinem Haupt-„Theoretiker“ und Exekutor Pol Pot (Saloth Sar, geboren 1928) den Namen bezogen hat."
Thürks Roman habe, so die Rezension weiter, eine Fabel gefunden, um die menschliche Dimension des Leids erfühlbar zu machen, so dass der "wahrhaft dramatisch angelegte Roman" dazu beitrage, "eine der folgenreichsten falschen Berufungen auf Revolution, Sozialismus, Kollektivität bis auf den Grund bloßzustellen. Der Wahnwitz mit Methode als Gegenstand erzählender Literatur – die Zeit dafür war reif."
Dem ist auch dreißig Jahre später nichts hinzuzufügen. Außer, dass die Neuauflage 14,95 EUR kostet und im Buchhandel sowie beim Verlag erhältlich ist.

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„Die Welt ist ein Theater, in dem die Stücke stets falsch besetzt sind.“ (Oscar Wilde)