» Alles ausklappen
Erstes Thürk-Hörbuch "Der Tod kam aus Shanghai"
Kürzlich hat der Thüringer Musik- und Mediendienst (TMMD) das erste Thürk-Hörbuch veröffentlicht.
Im Krimi "Der Tod kam aus Shanghai" ermittelt der Privatdetektiv Lim Tok in der Hongkonger Filmszene - gelesen vom Theaterschauspieler Eckart von der Trenck.
Das Hörbuch läuft 155 Minuten.
Erhältlich ist es
Beide Seiten halten auch Hörproben bereit.
Radiofeature zum 5. Todestag Harry Thürks
Am 24.11.2010 jährte sich der Todestag Harry Thürks zum fünften Mal. Aus diesem Anlass produzierte der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) ein Radiofeature (55:14 Min.) über Leben und Werk des Schriftstellers. Unter dem Titel "Der Gaukler. Das wechselvolle Leben des DDR-Bestsellerautors Harry Thürk" interviewte der Journalist und Regisseur Martin Zawadzki Zeitzeugen und stellte zeitgenössische Mitschnitte und Tonbandaufnahmen von Harry Thürk zusammen.
Neben Martin Zawadzki waren an der Produktion beteiligt:
- Redaktion: Kathrin Aehnlich
- Regie: Henry Bernhard
- Regieassistenz: Corinna Waldbauer
- Sprecher: Winfried Platzeder, Gerd Grasse, Conny Wolter
- Schnitt: Holger Kliemchen
- Ton: André Lüer
Das Feature wurde erstmals am 24.11.2010 in einer Gemeinschaftssendung des MDR mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) auf beiden Sendern zeitgleich ausgestrahlt (MDR FIGARO 22:00-23:00, rbb Kulturradio 22:04-23:00) und kann im Online-Angebot des MDR sowie in der ARD-Mediathek nachgehört und heruntergeladen werden.
Thürk und Kambodscha damals und heute
Vor 35 Jahren eroberten die Roten Khmer unter Pol Pot die kambodschanische Hauptstadt Phnom Penh. Das blutigste Kapitel der Geschichte Kambodschas begann; dem großangelegten Massenmord fielen um die 2 Millionen Menschen zum Opfer.
Vor 20 Jahren nahm sich der Südostasienautor und Kriegsreporter Harry Thürk der Geschehnisse an. Seine Dokumentation "Der Reis und das Blut" folgte dem Roman "Der schwarze Monsun" und war binnen Kürze ausverkauft. Bis heute bemühen sich zahlreiche Leser um eine Neuauflage des Buches, das unter Sammlern mittlerweile Preise um 50 € erzielt.
Vor 10 Jahren gründete sich in Erfurt, unweit der Wirkstätte Harry Thürks, die Thüringisch-Kambodschanische Gesellschaft e.V. (TKG). Mit ihren Aktionen bemüht sie sich darum, in Deutschland auf das Schicksal des kambodschanischen Volkes hinzuweisen und vor Ort Hilfsprojekte zu organisieren.
Zur Feier des 10. Jahrestags der TKG finden unter anderem eine Festveranstaltung sowie eine Lesung statt, in der der Direktor der kambodschanischen Partnerorganisation COMPED erstmals aus seinen Erinnerungen "Mein Leben ohne Kindheit" liest. Hier die Termine:
- 23.11.2010, 19:00, Lesung "Mein Leben ohne Kindheit" (Chau Kim-Heng), Kleine Synagoge zu Erfurt
- 29.11.2010, 15:00, Festveranstaltung zum 10. Jahrestag der TKG, Barocksaal der Thüringer Staatskanzlei
Weitere Informationen:
Pressetext: Armut, Hoffnung und Visionen (Erfurter Allgemeine, 24.3.2010)
Ansprechpartner: Detlef Gutjahr, Vorsitzender der Thüringisch-Kambodschanischen Gesellschaft e.V.
Neue Übersetzung von Thürks "Stunde der toten Augen"
In diesem Jahr ist Thürks berühmtester Roman "Die Stunde der toten Augen" erneut übersetzt worden. Unter dem Titel "Mirušo acu stunda" ist die lettische Übersetzung von Imants Tuņķelis in der Verlagsabteilung der lettischen GmbH "Celtne" erschienen (ISBN 978-9984-9733-4-0). "Die Stunde der toten Augen" ist Thürks erfolgreichster Roman und hatte auf deutsch bisher 19 reguläre Auflagen. Erst im vergangenen Jahr war die tschechische Übersetzung des Romans neu herausgegeben worden; mit der lettischen Übersetzung liegt das Buch jetzt in mindestens fünf Sprachen vor. Nur "Der Tiger von Shangri-La" wurde öfter übersetzt.
Für seine Landsleute erläutert Übersetzer Imants Tuņķelis:
Latvijas SIA „Celtne“ apgādā Siguldas novadā piecdesmit divus gadus pēc oriģināla pirmpublicējuma izdots rakstnieka Harija Tirka populārā romāna „Mirušo acu stunda“ pirmais latviskojums.
Ceru, ka mani tautieši lasītāji no tā uzzinās ne vien to, kā un kāpēc kāda vāciete Otrajā pasaules karā centusies izglābt svešas armijas karavīru. Ceru, ka arī sapratīs un iztēlosies to, kā daži puiši, kas no sevis nepietiekami atkarīgu iemeslu dēļ galvenokārt kļuvuši par nogalināšanas instrumentiem, kādreiz ilgojušies pēc taisnīgām un cilvēcīgām attiecībām starp cilvēkiem un pirmām kārtām pēc īstas draudzības un mīlestības. Ceru, ka nojautīs arī to, kāpēc šai pasaules pirmās krīzes gadu audzētajai paaudzei pēc tās vadoņu īstenotajiem varmācīgajiem pretkrīzes risinājumiem iznāca tā, ka „visi sapņi ir miruši“ (Harijs Tirks). Vēlos, lai lasītāji padomātu par to, ciktāl bijušais nebija nenovēršams. Par to, kad un ko kuram vēl iespējams ietekmēt, lai kaut kas līdzīgs nevarētu attiekties uz mūsdienu krīzi un mūsdienu cilvēkiem.
(Romāna tulkotājs Imants Tuņķelis, 2009.gada 7.decembrī)
"Midway" erste Neuausgabe seit 14 Jahren!
Der Mitteldeutsche Verlag (mdv) hat dieser Tage die Dokumentation Harry Thürks über "Midway. Die Wende des Pazifik-Krieges 1942" neu aufgelegt. Damit erscheint im mdv erstmals seit 14 Jahren wieder ein Thürk-Buch völlig neu.
Eine Untersuchung im Jahr 2008 hatte ergeben, dass gerade die militärhistorischen Dokumentationen Thürks, die Anfang der 90er Jahre im Brandenburgischen Verlagshaus erschienen waren, mittlerweile restlos vergriffen und stark nachgefragt sind. "Midway" erzielte damals selbst in antiquarischen Auflagen höhere Preise als das Buch jetzt neu kostet.
Der Mitteldeutsche Verlag leistet mit der Neuausgabe einen wertvollen Beitrag dazu, Thürk wieder einer breiteren Leserschaft zugänglich zu machen. Es steht zu hoffen, dass weitere Neuausgaben folgen - so insbesondere von der Kambodscha-Dokumentation "Der Reis und das Blut", die bisher stets noch stärker nachgefragt war als "Midway".
Im Buchhandel ist die Neuausgabe für 14,90 € unter der ISBN 978-3-89812-637-3 erhältlich.
Internationales Interesse an Harry Thürk

"Die Stunde der toten Augen",
Thürks erfolgreichster Roman,
in der 8. Aufl. 2008 (mdv, Halle).
Die Bücher des 2005 verstorbenen Schriftstellers Harry Thürk werden häufiger denn je nachgefragt. Der Mitteldeutsche Verlag brachte jüngst Thürks Roman "Die Stunde der toten Augen" in achter Auflage seit 1994 heraus. Damit erscheinen seit der Wende sogar noch häufiger Neuauflagen als in der früheren DDR, wo die ersten acht Auflagen des selben Romans sechs Jahre länger brauchten (1957-1977).
(Verlagshomepage: http://www.mitteldeutscherverlag.de)
Auch international herrscht ein nie dagewesenes Interesse an Leben und Werk Harry Thürks. Die Internet-Enzyklopädie Wikipedia verzeichnet Artikel zu Thürk nicht nur in deutscher, polnischer und russischer Sprache, sondern sogar auf englisch, obwohl bislang kein Buch Thürks ins Englische übersetzt wurde.

Die tschechische
Neuausgabe des
selben Romans
(Naše vojsko,
Prag 2008).
Dafür erschienen dieser Tage im Prager Verlag Naše vojsko Neuausgaben der tschechischen Übersetzungen von "Die Stunde der toten Augen" und "Das Tal der sieben Monde". Beide Romane waren bereits Anfang der 1960er Jahre in der damaligen Tschechoslowakei erschienen - die "Stunde der toten Augen" erreichte damals schon sechs Auflagen in Tschechisch und eine in Slowakisch.
(Verlagshomepage: http://www.nasevojsko.eu)
Auch in Lettland wird die "Stunde der toten Augen", die weithin als Thürks bestes Werk gilt, bald zu haben sein. Kürzlich wurde eine lettische Übersetzung des Bestsellers angekündigt. In Lettisch ist bisher schon eine Übersetzung von Thürks Romans "Der Tod und der Regen" erschienen (1971).
Harry Thürk: Dokumentationen hoch im Kurs

Harry Thürk 1986 bei einerSignierstunde.
Heute haben vieleseiner Bücher
Seltenheitswert.
Eine Untersuchung des Harry Thürk Forums im Quartal zwischen dem zweitem Todestag (24.11.2007) und 81. Geburtstag (8.3.2008) des deutschen Schriftstellers Harry Thürk hat ergeben, dass Thürk-Bücher bei Lesern und Sammlern nach wie vor hoch im Kurs stehen und im Internet beachtliche Preise erzielen.
Die Untersuchung stützt sich vor allem auf Daten, die bei der Online-Auktionsplattform ebay.de gesammelt wurden. Danach bringen Leser und Sammler zwei Segmenten von Thürks schriftstellerischem Wirken besondere Wertschätzung entgegen:
1. Erstausgaben und frühe Werke. Die frühen Bücher Thürks (1950-60) sind schon wegen ihrer Seltenheit antiquarisch wertvoll - im Schnitt knapp 30 € kosten diese Exemplare.
Darunter nimmt die "Stunde der toten Augen" (1957) eine Sonderstellung ein, da von diesem Roman nach wie vor so viele Exemplare im Umlauf sind, dass damit ein reger Handel stattfindet, der den Preis drückt - auf 10 bis 15 €. Nur Erstauflagen des Romans erzielen mehr als doppelt so hohe Preise. Dennoch sind die Preisvorstellungen vieler Anbieter gerade in Bezug auf diesen Roman überzogen - so wurden bei eBay verschiedene Ausgaben des Romans für 28,00 €, 39,00 € oder sogar 44,00 € angeboten - und nach Scheitern des Angebots wieder zum selben Preis eingestellt!
Auch überraschende Beobachtungen wurden gemacht: Eine persönliche Signatur oder Widmung Thürks erhöhte den Preis eines Buches keineswegs signifikant - allenfalls um drei bis fünf Euro. Ebenso hatte es kaum Einfluss auf den Preis, ob antiquarische Bücher mit oder ohne Schutzumschlag angeboten wurden - mitunter waren Ausgaben ohne Umschlag sogar teurer.
2. Ausgaben im Brandenburgischen Verlagshaus. Zwar haben die alten Bücher Thürks in Sammlerkreisen einen gewissen antiquarischen Wert, die höchsten Preise wurden bei eBay allerdings von einem anderen Segment der Thürk-Bücher erzielt. Es sind dies die militärhistorische Dokumentationen, die im Brandenburgischen Verlagshaus (Berlin) 1990-98 erschienen sind und nach Verkauf und Schließung des Verlags nicht wiederaufgelegt wurden. Preisführer im Beobachtungszeitraum war die Dokumentation "Midway" (1991), die beachtliche 74,00 € erzielte. Ähnlich begehrt ist das in Wendezeiten erschienene Sachbuch "Der Reis und das Blut" (1990) - allerdings wird es außerhalb der professionellen Buchhandelssysteme (Amazon, Abebooks, etc.) gar nicht mehr gehandelt. Harry Thürk hatte sich zu Lebzeiten zwar für eine Neuauflage eingesetzt; diese aber kam aufgrund der zweifelhaften Rechtslage nicht mehr zustande.
Die Ergebnisse der Untersuchung sind im Harry Thürk Forum unter http://www.harrythuerk.de/buchpreisindex auszugsweise veröffentlicht.
Oberschlesischer Schriftsteller Harry Thürk in Polen geehrt

Der Oberschlesien-Roman
Thürks, mitdem 1993 alles
begann
Der aus Oberschlesien stammende Schriftsteller Harry Thürk kommt knapp zwei Jahre nach seinem Tod zu großen Ehren in seiner Heimat, die heute zu Polen gehört.
Ende August ging eine polnische Homepage online, die sich mit Leben und Werk des Schriftstellers befasst - erstellt von einem Schüler aus Thürks Geburtsstadt Zülz, das heute Biala heißt. Schon vor fünf Jahren hatte ein deutscher Schüler dem Schriftsteller eine Homepage gewidmet, aus der mehrere Buchprojekte hervorgegangen waren - zuletzt Anfang des Jahres eine Festschrift zum posthumen 80. Geburtstag des Schriftstellers, zu der knapp 20 Autoren beitrugen.
In Polen war Harry Thürk lange Zeit unbekannt. Der polnische Nachkriegspatriotismus duldete keine Erinnerung an Deutsche auf polnischem Boden; erst in den 90er Jahren entspannte sich die Lage. Thürk schrieb den Roman "Der Sommer der toten Träume" über die Vertreibungen der Nachkriegszeit, die er hatte miterleben müssen. Im Jahr 2003 wurde das Buch ins Polnische übersetzt und fand ein begeistertes Echo bei der Bevölkerung von Thürks Heimatregion. Es wurden eine Thürk-Ausstellung und Lesungen veranstaltet, Texte über Thürk fanden Eingang in das Jahrbuch seiner Heimatstadt und in ein polnisches Grundschullehrbuch, und Ende 2006 wurde bei Thürks Geburtshaus ein Gedenkstein enthüllt, der in polnischer und deutscher Sprache an den wohl berühmtesten Sohn der Stadt erinnert.
Dies alles nun nahm der polnische Schüler Marek Dziony zum Anlass, der Internetgeneration seiner Heimat Leben und Werk Thürks näherzubringen. Seine Homepage, die vom Kulturzentrum Biala unterstützt wird, findet sich unter http://www.gckbiala.pl . Neben Informationen zu Leben und Werk des Schriftstellers enthält die Seite auch einige Texte aus der polnischen Lokalpresse im Volltext.
"Zum ersten Mal habe ich bei dem Gedenkstein von Thürk gehört. Nach einiger Zeit kam mir die Idee, eine polnische Homepage zu machen, damit die Menschen, die hier leben, mehr über den Schriftsteller erfahren. Leider können nur wenige deutsch sprechen und lesen. [...] Ich beginne mit den Informationen, die die Menschen in Schlesien am meisten interessieren, danach kommt im Laufe der Zeit anderes dazu.", so Marek Dziony über sein Projekt.
Harry Thürks Appell an die Verständigung zwischen Polen und Deutschen wurde gehört. Die weitere Entwicklung der Homepage darf man mit Spannung erwarten.
Weitere Informationen:
- http://www.gckbiala.pl, Menüpunkt "Harry Thürk" - polnische Thürk-Homepage
- http://www.harrythuerk.de - deutsche Thürk-Homepage
- "Harry Thürk. Sein Leben, seine Bücher, seine Freunde", Mitteldeutscher Verlag Halle 2007, ISBN 978-3-89812-420-1 [als Festschrift im Text erwähnt]
- "Der Sommer der toten Träume", Mitteldeutscher Verlag Halle, 4. Aufl. 2006, ISBN 978-3-89812-241-2
»als Podcast bei www.splashbooks.de anhören.
Neues von Harry Thürk - Lesung in Weimar!
Als der bekannte Ostasien-Schriftsteller Harry Thürk Ende 2005 verstarb, hatte er 60 Bücher und knapp 20 Drehbücher verfasst und damit in 14 Sprachen eine Mehrmillionenauflage erreicht. Im März 2007 wäre er 80 Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass erschien im Mitteldeutschen Verlag Halle posthum das erste Buch über Leben und Werk des Schriftstellers, der als Journalist begonnen hatte und sich selbst immer als Geschichtenerzähler begriff, "wie ich sie auf orientalischen Basaren traf: wer spannend erzählt, dem wird zugehört".
Dieses Lesebuch unter dem Titel "Harry Thürk. Sein Leben, seine Bücher, seine Freunde" (ISBN 978-3-89812-420-1) wird demnächst in einer Lesung in Thürks zweiter Heimatstadt Weimar vorgestellt. Am 13.6.2007 um 19:00 werden die Autoren des Buches Stefan Wogawa, Ulrich Völkel und Hanjo Hamann sowie der Thüringer Schriftsteller Wolfgang Held, der als Freund Thürks einen Text beigesteuert hatte, aus dem Buch lesen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Exemplare von den Autoren signieren zu lassen und mit ihnen ins persönliche Gespräch zu kommen.
"Wir freuen uns, dass unser Buch von den Lesern so positiv aufgenommen wird und möchten mit der Lesung eine Gelegenheit zum persönlichen Dialog zwischen Leser und Autoren schaffen.", so der Herausgeber des Thürk-Lesebuches Hanjo Hamann.
Der Eintritt beträgt voraussichtlich 5 € (ermäßigt 3 €), von jedem Eintrittsgeld werden 2 € zugunsten von Kriegsopfern in Vietnam gespendet, für die sich Harry Thürk - selbst Opfer einer Agent Orange-Giftgasattacke - Zeit seines Lebens besonders engagiert hatte.
Weitere Informationen zum Buch, zu Thürk und zur Lesung gibt es unter http://www.harrythuerk.de.
Veranstalter der Lesung:
- Literaturhaus Weimar, Marktstraße 2-4, 99423 Weimar, Tel.: 03643/4933920
- Mitteldeutscher Verlag, Am Steintor 23, 06112 Halle (Saale), Frau Joanna Hengstenberg, Tel.: 0345/233220
